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Ab sofort bei Facebook online PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Samstag, den 21. Januar 2012 um 10:54 Uhr

Ab sofort sind wir auf Facebook vetreten.

 

http://www.facebook.com/WirtschaftsforumWipperfuerth

 

Hier eine Anmerkungen eines Unternehmers, denen wir uns ohne weiteren Kommentar anschließen möchten.

 

Facebook - viele mögen es, manche verteufeln es. Über den grundsätzlichen Sinn oder Unsinn von Facebook kann man sich sicherlich streiten. Unbestritten ist jedoch, dass die überwiegende Mehrheit der 20-40jährigen Deutschen regelmäßig auf Facebook unterwegs ist - ob nun täglich oder nur einige Male im Monat, ob selber aktiv oder nur beobachtend. Schließlich hat Facebook mittlerweile über 20 Mio. aktive User allein in Deutschland. Es muss also schon etwas dran sein am 'social-networking'.

Auch viele meiner Kollegen, ich eingeschlossen, schauen täglich vorbei und posten mehr oder weniger regelmäßig. Im Privaten ist Facebook ja auch wirklich nett, manchmal sogar sehr nützlich und oft einfach nur amüsant. Freunde die man nur selten oder gar nicht trifft, verliert man nicht mehr so leicht aus den Augen. Persönliche Highlights wie Hochzeiten, Geburten oder auch Reisen, eben Dinge die die Menschen in meinem Umfeld in irgendeiner Weise bewegen, hat man im wahrsten Sinne 'auf dem Schirm'. Ebenso die kleinen Anekdötchen des Alltags. Oft ist hier natürlich auch viel uninteressanter Nonsens dabei, manchmal aber auch die eine oder andere Lebensweisheit. Und über die guten alten, und teils wirklich originellen, Chuck Norris Jokes, lache ich mich immer noch regelmäßig schlapp.

Über die Nutzung von Facebook als Unternehmen kann man jedoch durchaus kontroverser diskutieren. Ich für mich bin da jedenfalls, man möge mir den Ausdruck verzeihen, eher Agnostiker. Viele Branchenkollegen aus der Werbung, insbesondere diejenigen die sich mit Onlinemarketing beschäftigen, sind jedoch vom Nutzen der sogenannten Fanpages überzeugt. Interessanterweise traf ich erst kürzlich einen alten Freund, der sich jüngst im Bereich Neue Medien selbstständig gemacht hat. Da Facebook ja, wenn man so will, mittlerweile auch ein Teil des Marketing-Mixes ist, fand ich seine Sichtweise und seine Ideen dazu, bezogen auf unser Branchen-Segment, sehr interessant. Wir sprachen zwar nicht ausführlich über Facebook im Besonderen, eher um die Aspekte seines neuen Schaffens und mögliche Schnittstellen mit unserer Agentur, jedoch merkte man ihm seine ehrliche Überzeugung an.

Nun hat Facebook aus Sicht der Marketing-Kommunikation zweifelsohne einige tolle Features. Da wäre zum einen die gute Messbarkeit. Dank Like-Button & Co. lässt sich alles bis in den letzten Winkel nachverfolgen. Oder die Möglichkeiten der Vernetzung mit anderen (Online-) Marketing-Maßnahmen. Aber ist es für Firmen wie BMW, Siemens oder Coca Cola wirklich wichtig, möglichst viele Facebook-Fans zu haben? Klar, 360°-Kommunikation, Imagebuilding und der „Draht“ zum Konsumenten sind weitere gute Argumente im Rahmen von multidisziplinären Werbekampagnen. Aber ob BMW dadurch auch nur einen 3er mehr verkauft?

Aber wie verhält es sich nun bei kleineren, regional tätigen und inhabergeführten Unternehmen? So ein Facebook-Auftritt ist ja schnell gemacht. Er kostet den durchschnittlich versierten Internet-User, naja, sagen wir mal ein oder zwei Stunden Zeit. Aber was passiert danach? Mal angenommen, Sie waren ganz fleißig und haben es, wie auch immer, auf 500 „Fans“ gebracht. Ist es sinnvoll andere Werbe-Maßnahmen (offline und online) damit zu verknüpfen um die Nutzerzahlen zu erhöhen? Wie hoch ist der monetäre Nutzen für 1.000 weitere Fans? Ist es für ein inhabergeführtes Unternehmen sinnvoll eine spezielle Aktion nur für den eigenen Facebook-Auftritt zu starten? Vielleicht in Verbindung mit Google-Adwords?

Dies zu beantworten - und einem mittelständischen Unternehmer auch glaubhaft zu argumentieren - ist nicht einfach. Auch die Zahlen aus dem, sofern vorhanden, firmeneigenen Google-Analytics Konto helfen hier oft nicht weiter. Es kommt eben drauf an. Mache ich alles selber, dann ist die Zeit grundsätzlich sicher gut investiert. Muss man jedoch einen teuren, externen Spezialisten damit beauftragen, sollte man sich das als Inhaber gut überlegen. Auch wenn man im Web fast alles vollautomatisch messen, vergleichen oder sonst wie evaluieren kann. Darum, sich intensiv über den grundsätzlichen Sinn und Zweck Gedanken zu machen, kommt man leider nicht drumherum.

Auch den Aufwand der Pflege sollte man nicht unterschätzen. Das Erstellen ist, wie gesagt, schnell gemacht. Für die regelmäßige Pflege allerdings geht weitaus mehr Zeit ins Land. Noch dazu sollte man auch etwas zu sagen haben. Schließlich ist dies eigentlich der Kern dessen worum es geht; interessante News. Denn ständig nur irgendetwas branchen- oder firmenbezogenes oder sonstwie halb-Internes von sich zu geben, wird schnell langweilig, weil Werbung. Und manchmal passiert auch einfach nichts Aufregendes oder Erwähnenswertes im Tagesgeschäft.
Zu persönlich oder zu polarisierend darf der Inhalt dann allerdings auch nicht sein, schließlich spricht ja hier die Firma als Ganzes. Den schmalen Grat zwischen Originalität und Seriosität  zu treffen, ist manchmal nicht ganz einfach.
Und zu guter Letzt ist natürlich auch die Form hier nicht ganz unwichtig. Einfache Sprache, aber kein Frei-Schnauze. Professionell, aber kein fach-chinesisch.

Wenn man als Unternehmen das Internet als Vertriebsweg für sich entdeckt hat, kann es durchaus sinnvoll sein, sich auch (kosten-)intensiver mit Facebook zu befassen. Aber eigentlich auch nur dann. Im optimalen Fall kommen die Besucher von der Fanpage in den Webshop des Anbieters, bestellen dort, fertig. Der Traffic wäre ohne Facebook nicht entstanden, der Kauf nie getätigt worden. Sehr vereinfacht, zugegeben, aber durchaus plausibel.

Dennoch sollte man sich eine gute Portion Skepsis stets bewahren. Zumindest dann, wenn man mit dem eigenen Facebook-Auftritt Kosten lostritt. Ein Produkt das nur offline verkauft wird, möglicherweise nicht bundesweit distribuiert ist, oder ein reines B-to-B Angebot? Vergessen Sie es! Eine Fan-Page für den Autohändler oder das Möbelhaus um die Ecke? Muss auch nicht sein.

Quelle: http://www.adsolution.net/news/9-news/97-facebook-sinnvoll-fuer-kmu.html

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 21. Januar 2012 um 11:06 Uhr
 
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